Lohnen Messepreise? ISARSPARER-Test auf f.re.e und Creativmesse

München ist eine Messestadt. Fast jeden Monat findet bei uns am Isarstrand eine Messe statt: zum Beispiel die “BAU” im Januar oder die “Medientage” und “The Munich Show” im Oktober.

Wir waren im Februar auf zwei Messen unterwegs: Der f.re.e in der Messestadt und der Creativmesse im MOC. Mit diesen zwei Messen sollten wir also möglichst viele Bereiche abgedeckt haben, nämlich den Reise-, Freizeit-, Sport- und Do-It-Yourself-Sektor.
Als ISARSPARER haben wir die Messen natürlich vor allem unter dem Aspekt „Messepreise“ unter die Lupe genommen. Gibt es spezielle Angebote für Messen und sind diese dann tatsächlich günstiger als „draußen“?
Da in unserem Team die Interessen zum Glück recht unterschiedlich verteilt sind, ist Thomas unser „Experte“ für den Sportsektor, wohingegen sich Teresa u. a. zu den Bastelprodukten äußern kann.

f.re.e: Sportarten umsonst testen

Wen es auf die Reise- und Freizeitmesse, die f.re.e zieht, den lockt sicher das Angebot an “Mitmach-Attraktionen”: In der Messehalle ist so zum Beispiel ein künstlicher Fluss angelegt, in dem man das Kanu fahren ausprobieren kann.
Thomas hat sich in die Fluten eines Pools gestürzt, um das Tauchen auszuprobieren. Er rät, wer bei solchen Aktionen mitmachen will, möglichst frühzeitig am Stand zu sein. “Am Abend sind die Neopren-Anzüge dann schon richtig mit Wasser vollgesogen”.


So unterschiedlich die gebotenen Attraktionen sind (vom Fahrrad-Parcours über Live-Shows) – eins haben sie gemeinsam: Sie sind im Eintrittspreis enthalten. Für den “aktiven” Messebesucher entstehen also keine zusätzlichen Kosten.
Nicht alle Aussteller bieten den Messebesuchern solche Aktivitäten. Viele möchten auch nur ihre Waren verkaufen. Thomas, der schon viele Sportarten ausprobiert hat und dementsprechend einige Utensilien besitzt, kennt sich also etwas mit Preisen aus. Zum Beispiel einige Neopren-Anzüge sind auf der f.re.e nicht unbedingt günstiger als “draußen”. Wer also auf diese Messe geht und sich mit Equipment ausstatten will, der könnte enttäuscht werden.

Steiff-Schnäppchen durch Zufall entdeckt

Ein echtes Schnäppchen haben wir ganz zufällig am Stand des Steiff-Museums entdeckt. Dort wurden rund fünf Modelle der bekannten Teddybären mit dem berühmten Knopf im Ohr weit unter dem UVP-Preis angeboten. Ab 5 Euro gab es die kuscheligen Freunde zu erwerben.

Creativmesse wird zum 20-jährigen Jubiläum größer

Die Creativmesse feierte heuer ihr 20-jähriges Jubiläum. Der Locationwechsel in das MOC brachte auch eine Erhöhung der Stände mit sich: Rund 150 Aussteller (40 Prozent mehr als noch 2014), die nicht nur Do-It-Yourself-Produkte anbieten, sondern auch selbstgemachte Produkte. Diese Messe versteht sich als “Hotspot der süddeutschen Kreativ-Szene”.

Workshops müssen extra gezahlt werden

Anders als auf der f.re.e sind die “Mitmach-Aktionen” nicht im Eintrittspreis enthalten. Die Teilnahme an Workshops muss extra bezahlt werden, aber hier wird natürlich zum Teil auch ordentlich Material verbastelt. Mama kann so ungestört Bastelmaterial shoppen gehen, während die Kinder basteln. Ein Win-Win-Situation für beide.
Die Preise auf der Creativmesse sind höchst unterschiedlich, was sicher auch daran liegt, dass hier kleine Bastelläden genauso ausstellen wie große Shops. Und natürlich können die “kleinen” preislich leider nicht mit den “großen” mithalten. Von einem “Schnäppchenparadies “ wie es im Pressetext heißt, würden wir ISARSPARER nicht sprechen wollen. Auch die DIY-”Designer-Stücke”, die dort auch erworben werden können, haben Designer-Preise.
Unser Tipp daher: Gut die Preise vergleichen! Dasselbe Produkt kann am Stand nebenan ein paar Euro billiger sein.

Ideen mit Herz: Gute Preise, nicht nur auf der Messe

Unser ISARSPARER-Tipp: Am Stand von Karin Jittenmeier, die den Bastelfreunden vor allem vom Shoppingsender QVC bekannt sein dürfte, gibt es nicht nur die größte Auswahl, sondern auch die besten Preise. Anders als kleine Stände bietet sie jedoch nur begrenzt “Messepreise” an, auch wenn einige Produkte so ausgezeichnet sind. Der Gegen-Check im Online-Shop beweist das Gegenteil. An diesem Stand spart man sich also zumindest die Versandkosten und kann die Produkte zunächst anschauen, ehe man sie kauft und die Preise sind ohnehin fast unschlagbar günstig. Anders als an kleineren Ständen, gibt es jedoch keine Bastelvorführungen, sondern nur kostenpflichtige Workshops; die Käufer dort wissen also sehr genau, was sie “brauchen”. Wie auf allen Messen, geht es den Besuchern auch um den Austausch mit “Gleichgesinnten”.

Fazit

Man sollte bei möglichen „Messepreisen“ auch immer die Eintrittspreise einkalkulieren, die zwischen den einzelnen Messen doch recht stark differieren. Der Eintritt für die f.re.e ist mit 5 Euro im Online-Vorverkauf relativ günstig, mit 7 Euro ist auch die Creativmesse ok.
Hingegen sind vor allem Fachmessen wie beispielsweise die Inhorgenta für Schmuck kostspielig (bis zu 31 Euro für ein Tagesticket). Sogar für die „normale“ Schmuckmesse aka „Munich Show“ sind die Eintrittspreise mit 13 Euro für das Tagesticket auch relativ hoch.
Es kommt immer drauf an, was man möchte: Giveaways wie Kugelschreiber oder Jutebeutel kann man zum Beispiel auf der f.re.e ergattern, aber auch im “Gratis-Bereich” der Medientage. So etwas gibt es auf speziellen „Einkaufsmessen“ wie es die Creativmesse etwa ist, gar nicht.

Wir meinen, wer rein in eine Messe geht, um nach günstigen Angeboten Ausschau zu halten, könnte enttäuscht werden. Das ist auch nicht unbedingt der Sinn des Messebesuchs für eine Privatperson. Vielmehr sollte man das „Messefeeling“ genießen, sich über etwaige Neuigkeiten informieren und die Augen für potentielle „Schnäppchen“ einfach offen halten!

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