London günstig entdecken – eine Mission Impossible?

Ende Juli reiste ich nach London, um Freunde zu besuchen und ein Wochenende in der Metropole an der Themse zu verbringen. London ist als teure Stadt bekannt – egal ob beim Nahverkehr, bei Hotelübernachtung oder Essen und Trinken. Also machte ich mich auf, London auf möglichst günstige Art zu erleben. Ist dies eine „Mission Impossible“?

Vom Gatwick Airport in die Stadt und fünf Minuten, die den Geldbeutel schonen
London - immer eine Reise wert (Foto: Pfannkuch)

London – immer eine Reise wert (Foto: Pfannkuch)

Von München ging es mit dem Flugzeug bequem nach London. Mit Lufthansa, British Airways oder EasyJet kein Problem, um nach London Gatwick oder London Heathrow zu fliegen. Egal, an welchem der beiden Flughäfen man ankommt, merkt man schnell, wie kurz die Wege am Flughafen München sind! Hat man am Flughafen Gatwick die Passkontrolle, die Gepäckausgabe und gut 15 Minuten Fußmarsch hinter sich gebracht, steht man vor der Wahl, wie man mit der Bahn schnell in die Stadt kommt: mit dem „Gatwick Express“ oder mit der „Southern Railway„.

Am schnellsten geht es mit dem Gatwick Express zur Victoria Station. Die Züge fahren im 15-Minuten-Takt und brauchen circa 30 Minuten ins Stadtzentrum. Eine einfache Fahrt kostet aktuell  19,90 Pfund, bei der Online-Buchung 17,70 Pfund.

Wer nur fünf Minuten mehr Zeit für den Weg in die Stadt investiert, kann gleich zu Beginn der Reise richtig sparen. Mit Southern Railway dauert die Fahrt zur Victoria Station 35 Minuten, die Fahrt kostet aber nur 15,30 Pfund. Southern Railway fährt auch in 55 Minuten zur London Bridge, die Fahrpreise beginnen dann bei 9,20 Pfund.

Die günstigste Verbindung von Gatwick Airport nach London ist der easyBus. Dort ist man ab 4,00 Pfund dabei und kommt in rund 1,5 Stunden in die Stadt.

Ähnliche Angebote gibt es auch bei Ankunft am Flughafen London Heathrow.

London mit dem Fahrrad für 2 Pfund am Tag erkunden
Fahrradverleihsystem in London: Mit "Santander Cycles" für £ 2,00 (Foto: Pfannkuch)

Fahrradverleihsystem in London: Mit „Santander Cycles“ für £ 2,00 (Foto: Pfannkuch)

In London angekommen stellt sich die Frage, wie man schnell und bequem alle Sehenswürdigkeiten entdecken kann. Die roten Doppeldecker-Busse sind legendär, stehen aber häufig im Stau. Und die U-Bahn ist zur Rush-Hour auch kein bequemes Fortbewegungsmittel.

Seit Juli 2010 gibt es in London ein sehr einfach zu nutzendes öffentliches Fahrradverleihsystem. Sage und schreibe mehr als 10.000 Fahrräder stehen an über 700 Stationen zum Ausleihen bereit. Die „Santander Cycles“ sind einfache Fahrräder mit 3-Gang-Schaltung, LED-Beleuchtung und kleinem Ablagekorb am Lenker. Sie können an jeder Station ausgeliehen und wieder zurückgegeben werden.

Für Touristen eignet sich das Kurzzeitabonnement für 24 Stunden. Es kostet lediglich 2,00 Pfund – ein echtes Schnäppchen. Hat man seine Kreditkarte registriert und die 2,00 Pfund bezahlt, erhält man einen Code, mit dem das Fahrrad ausgeliehen wird. Die ersten 30 Minuten jeder Fahrt sind dann in den nächsten 24 Stunden kostenlos (!!!), jede zusätzliche, auch angebrochene, halbe Stunde kostet zusätzliche 2,00 Pfund. Mein ISARSPARER-Tipp: Sollte man länger als 30 Minuten unterwegs sein, gibt man das Fahrrad kurz vor Ende der 30 Gratis-Minuten einfach an einer der Stationen ab, wartet 5 Minuten und leiht erneut ein Rad aus. So radelt man für nur 2,00 Pfund 24 Stunden lang kreuz und quer durch London. Ein unschlagbares Angebot! Und glaubt mir: Die Stationen findet man an jeder Ecke Londons – jeweils nur wenige hundert Meter voneinander entfernt. Ist eine Station bei der Rückgabe voll, gibt es 15 zusätzliche Gratis-Minuten, um zu einer anderen Station mit freien Slots zu radeln. Die kostenlose Smartphone-App zeigt alle Stationen und und gibt einen aktuellen Überblick, ob Räder zur Verfügung stehen oder Slots zur Rückgabe frei sind.

Die Londonen Märkte – Ein Muss bei einem London-Besuch
Vom Fahrrad bis zu Schallplatten - der Brick Lane Market bietet für jeden etwas (Foto: Pfannkuch)

Vom Fahrrad bis zu Schallplatten – der Brick Lane Market bietet für jeden etwas (Foto: Pfannkuch)

Wer sich in London aufhält, sollte auf jeden Fall die Märkte besuchen. Egal ob Old Spitalfields Market, Convent Garden oder Camden Market, jeder Markt hat seinen ganz eigenen Markt und Reiz.

Bei meinem Besuch war ich am Sonntagvormittag beim Brick Lane Market. Eine Mischung aus Ständen für Mode, Musik und Essen.

klassisches englisches Frühstück im Breakfast Club (Foto: Pfannkuch)

klassisches englisches Frühstück im Breakfast Club (Foto: Pfannkuch)

Elektrotechnik kann dort aber genauso erworben werden wie ein Fahrrad oder das passende Zubehör. Die lockere Atmosphäre in der Brick Lane ist perfekt für einen gemütlichen Spaziergang am Sonntagmorgen. Wer vorher noch frühstücken gehen mag, dem empfehle ich den nahegelegenen „Breakfast Club“ in Spitalfields.

Kultur für wenig Geld im Shakespeare’s Globe Theatre
Historische Theaterkulisse im "Shakespeare's Globe Theatre" (Foto: Pfannkuch)

Historische Theaterkulisse im „Shakespeare’s Globe Theatre“ (Foto: Pfannkuch)

Natürlich darf in London Kultur und Geschichte nicht fehlen. Egal ob Museen, Musicals oder Theater: London hat viel zu bieten! Und ein ganz besonderes Stück Kultur kann man direkt am Ufer der Themse erleben: Das „Shakespeare’s Globe Theatre“ wurde 1997 eröffnet. Es wurde nach den Plänen des alten „Globe Theatres“, das 1613 durch ein Feuer vernichtet wurde, wieder aufgebaut. Das Theater nimmt heutzutage vor allem durch die Aufführungen von William Shakespeares Werken einen bedeutenden Platz in der Theaterwelt ein.

Direkt an der Themse gelegen: Das "Shakespeare's Globe Theatre" (Foto: Pfannkuch)

Direkt an der Themse gelegen: Das „Shakespeare’s Globe Theatre“ (Foto: Pfannkuch)

Durch die runde, offene Bauweise und die Nähe zu der Bühne und den Schauspielern bietet es einen ganz besonderen Charme. Die Zuschauer im Innenraum erleben die Vorführung unter freiem Himmel. Die Gefahr, nass zu werden, sollte bei dem Eintrittspreis keine Rolle spielen. Denn der Eintritt für den „Yard“ kostet nur 5,00 Pfund (!!). Insgesamt 700 Tickets pro Vorstellung werden zu diesem Preis vergeben. Also ein echter Spar-Tipp. Man ist hautnah am Geschehen und erlebt englische Theatergeschichte wie nirgendwo sonst. Ich habe bei meinem Besuch Shakespeare’s „Measures for Measures“ angesehen und war wirklich begeistert. Für 5,00 Pfund kann man wirklich nichts falsch machen, wenn man Theater und Kultur liebt.

Fazit
London Tower Bridge (Foto: Pfannkuch)

London Tower Bridge (Foto: Pfannkuch)

Per Fahrrad durch die Stadt für 2,00 Pfund und ein Theater-Erlebnis der Extraklasse für 5,00 Pfund. Ich glaube, die zwei Beispiele zeigen, dass London auch für den schmalen Geldbeutel Optionen bietet. Natürlich bleibt London insgesamt teuer. Vor allem bei Hotels und im Restaurant muss man einige Pfund berappen, um ordentliche Qualität zu bekommen. Aber wenn man die Augen offen hält, dann kann man einige Schnäppchen machen. Und wie gezeigt, das Sparen kann schon am Flughafen beginnen.

Übrigens gibt es immer wieder spezielle London-Angebote auf Urlaubspiraten oder Urlaubsguru. Pauschalangebote, günstige Hotel oder Flüge – ein Check vor einem London-Besuch lohnt auf jeden Fall.


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