ISARSPARER unterwegs in der Donaustadt Wien

Wien ist zu jeder Jahreszeit eine Reise wert: Denn auch wenn es mal regnet - scheint die Sonne wieder. Hier Regenbogen über dem Stephansplatz im 1. Bezirk (Foto: Winderl)

Wien ist zu jeder Jahreszeit eine Reise wert: Denn auch wenn es mal regnet – scheint die Sonne wieder. Hier Regenbogen über dem Stephansplatz im 1. Bezirk (Foto: Winderl)

Wenn einer eine Reise tut, dann hat er was zu erzählen… Und wenn der oder die Reisende einen Blog hat, dann gibt es auch ein Publikum für die Reisegeschichten 😉

Ich war endlich mal wieder in Wien, meiner unangefochtenen Lieblingsstadt und habe natürlich auch in der Stadt an der Donau als ISARSPARERIN auf den Geldbeutel geachtet. Jetzt möchte euch nun an meinen Tipps teilhaben lassen:
Angereist sind wir mit dem Fernbus und nutzten so das Angebot, Tickets zum Geburtstag von Flixbus über die App für 9,99 Euro zu bestellen. (Wir haben euch über das Angebot auf unserer Facebook-Seite informiert. Also dort Fan sein zahlt sich aus 😉 )

Das Hotel haben wir uns über Urlaubsguru rausgesucht – summa summarum kamen wir so auf rund 100 Euro pro Person für drei Tage Aufenthalt in Wien mit An- und Abreise und zwei Übernachtungen (im Doppelzimmer mit Frühstück in einem vier Sterne-Hotel). Wer die Seiten Urlaubsguru oder Urlaubspiraten noch nicht kennen sollte, es lohnt sich wirklich dort zwecks Urlaubsplanung vorbeizuschauen!

Fußläufige Entfernungen in der Wiener Innenstadt

Wien ist in Bezirke aufgeteilt, die sich schneckenhausartig vom Stephansplatz aus durch die Stadt ziehen. Als Richtlinie kann man sich merken: Je höher die Zahl der Bezirke wird, umso günstiger wird’s zum Beispiel zum Wohnen.

Wie in vielen Städten liegen jedoch auch in Wien die interessanten Dinge in der Innenstadt, die Kärntner Straße erstreckt sich im 1. Bezirk vom Steffl bis hin zur Oper. Das ist die “traditionelle” Fußgängerzone.. In fußläufiger Entfernung von dort befinden sich weitere Sehenswürdigkeiten wie die Spanische Hofreitschule samt Hofburg und das weltberühmte Burgtheater.

Wiener Linien: Wochenticket günstiger als 72-Stunden-Ticket

Eigentlich bräuchte man für die Erkundung des 1. Bezirks keine Karte für die Öffis. Da jedoch das Hotel meist in einem Außenbezirk liegt jedoch schon wieder und auch wenn man zum Beispiel auf die Mariahilfer Straße zum Shoppen will.

Ich kann euch verraten, dass das Wochenticket (16,20 Euro) der Wiener Linien günstiger ist als ein 72-Stunden-Ticket (16,50 Euro). Klingt zwar irgendwie komisch, aber ist so 😉 Ihr müsst halt nur darauf achten, dass eine Woche eben von Montag bis Sonntag gerechnet wird. Wenn ihr am Samstag ankommt und Montag abfahrt, solltet ihr besser eine Zeitkarte wählen.

Café Central hat Mittagstisch

Wohin in Wien, wenn man einen kleinen Snack zwischen Shopping und Sightseeing im 1. Bezirk einlegen will?

An der U-Bahn-Station Herrengasse und somit hinterm Kohlmarkt, der Maximilianstraße von Wien, gibt es ein Vapiano.

Wer es auf Städtetripps etwas landestypischer mag, für den hab ich eine gute Nachricht: Im traditionellen Café Central, in dem viele Kaffeehausliteraten geschrieben haben, gibt es einen – für diese Lage und legendäre Location – erstaunlich günstigen Mittagstisch.

Neben der berühmten Sachertorte sollte man übrigens unbedingt einmal Tafelspitz im Plachutta und Wiener Schnitzel im Figlmüller gegessen haben. Die Spezialitäten dieser Lokale schätzen Einheimische und Touristen gleichermaßen, was sich leider auch im Preis niederschlägt… Aber wenn man schon auf Reisen ist, sollte man meiner Meinung nach das Budget auch nicht zu knapp bemessen!

Unaussprechlich gute Brötchen bei Trzesniewski

Die Trzesniewsk-Filiale an der Dorotheergasse war die erste (oben links). In der am Westbahnhof (rechts unten) gibt es die leckeren Brötchen auch zu Happy-Hour-Preisen (Foto: Winderl)

Die Trzesniewsk-Filiale an der Dorotheergasse war die erste (oben links). In der am Westbahnhof (rechts unten) gibt es die leckeren Brötchen auch zu Happy-Hour-Preisen (Foto: Winderl)

Ur-Wienerisch, aber wesentlich günstiger ist das Trzesniewski. Wer jetzt über den Namen gestolpert ist, findet sicher auch die Werbung witzig: Der Traditionsbetrieb wirbt mit seinen “unaussprechlich guten Brötchen”. Das Wiener Trzesniewski dürft ihr im Übrigen nicht mit dem Münchner Tresznjewski verwechseln!

Das Konzept in Wien ist einfach, aber einfach gut: Es gibt dort kleine Brote mit extra dickem Belag. Inzwischen gibt es verschiedene Trzesniewski-Filialen, aber besonders der Laden an der Dorotheergasse liegt perfekt für einen Snack während eines ausgiebigen Shopping-Trips im Graben. Schräg gegenüber dem ebenso berühmten Café Hawelka bietet Trzesniewski seit über 100 Jahren seine Brote in mundgerechten Portionen und witzigen Kombinationen an: Ei mit Ei, Krabbe mit Ei oder Festtagsbrötchen heißen die zum Beispiel. Insgesamt kann man aus 22 verschiedenen Sorten auswählen – der Bestseller ist anscheinend Speck mit Ei.

Der Charme der Lokalität erinnert an ein Bahnhofsrestaurant – es gibt nur wenige Mini-Tische mit Stühlen; die Brötchen (also im Sinne von kleinen Broten nicht preußisch für Semmeln) lassen sich dort die unterschiedlichsten Leute schmecken: Die ältere Dame mit dem Pelzmantel, Studenten oder der Herr, der sich schon zur Mittagszeit ein Bier gönnt – in einer besonderen Größe, dem sog. Pfiff. Das Achterl Bier, dachte Trzesniewski, passt besonders gut zu seinen kleinen Brötchen.

Happy Hour bei Trzesniewski-Filiale am Westbahnhof

Der Belag wird äußerst üppig mit einer Gabel bestrichen – Besteck zum Essen gibt es übrigens nicht – so dass der Preis von 1,20 Euro pro Stück schon gerechtfertigt ist.

In der Filiale am Westbahnhof gibt es übrigens sogar eine “Happy Hour”: Dort kostet jedes Brötchen zwischen 21 und 23 Uhr nur mehr einen Euro. Und sie eignen sich auch hervorragend als ein kulinarisches Mitbringsel aus Wien – es muss ja nicht immer eine Sacher-Torte sein! Die Trzesniewski-Brötchen sind viel günstiger, können direkt vor der Abreise mit dem Zug noch am Bahnhof gekauft werden und sie werden auch noch sehr gut und schön für den Transport verpackt.

Reisen mit der Westbahn: Freundlich und sauber reisen

Oder die Brötchen trösten einen über die nahende Abreise aus der Kaiserstadt? Die Westbahn nach Salzburg fährt vom Westbahnhof ab; bei meinem letzten Wien-Trip habe ich eine Zug-Bus-Kombi gebucht, in Salzburg mussten wir (leider) in den Fernbus umsteigen…

Wie unsere treuen Leser vermutlich wissen, ich fahre oft in Regionalzügen – aber die Fahrt mit der Westbahn war für mich zur Abwechslung mal ein extrem angenehmes Erlebnis!

Schon bei Betreten des Zuges stellen wir fest, dass dort gerade noch gesaugt wurde. Habe ich so etwas schon mal bei der Deutschen Bahn erlebt?

Wir nahmen im Doppeldecker-Zug oben Platz und zwar auf einer Couch, die es dort im hinteren Ende des Abteils gibt. Der Platzabstand der übrigen Sitze, die natürlich mit Steckdosen ausgestattet waren, erinnerte an die 1. Klasse beim ICE.

Also für den Komfort bekommt die Westbahn schon mal volle Punktzahl (wenn ich hierfür Punkte vergeben würde…). Sogar einen Extrapunkt würde ich für das freundliche Zugpersonal vergeben. Als ich fragte, ob die Kontrolleurin wüsste, warum das WLAN nicht funktioniert, fragte sie nach ein paar Minuten bei mir nach, ob es nach den Tunnels, die man auf der Strecke passiert, funktioniere. Das ist einfach nur nett!

Einer anderen Dame hätte sie sogar mit dem Gepäck geholfen. Auch hier die rhetorische Frage: Wann hat man das bei der DB erlebt?

Es gibt sogar Damen- und Herrentoiletten, bei der DB sind die Zugklos unisex.

Snacks wie Kaffee gibt es durchaus zu bezahlbaren Preisen und werden am Platz serviert – es gibt sogar eine Happy Hour. Nur eine Besonderheit gibt es: So schön ich Österreich auch finde, etwas ist definitiv schlechter: Dort gilt kein so strenges Rauchverbot wie bei uns in Bayern. Es gibt also sogar in der ansonsten überaus sauberen Westbahn ein Raucherabteil. Und was da für Gestalten saßen! So komische, dass es schon fast wieder urig war 😉

Bei der Hinfahrt fuhren wir mit dem Fernbus 5,5 Stunden am Stück von München nach Wien. Das fand ich schon etwas anstrengend. Manch Mitreisender packte schon in den frühen Morgenstunden Chips mit Zwiebelgeschmack aus, da muss man schon eine stabilen Magen haben, wenn dieser Geruch durch den Bus weht…

Sollte ich mich noch einmal für die Anreise ab München mit dem Fernbus entscheiden, würde ich also unbedingt die Kombi-Variante mit der Westbahn wählen! Im regulären Tarif kostet das zwar rund 40 Euro, aber Flixbus hat ja immer wieder mal Angebote.

Abstecher nach Salzburg möglich

Der Clou: Ihr könnt mit der Kombi Westbahn-Fernbus auch noch gratis einen Abstecher nach Salzburg machen, denn bei dem Ticket gibt es keine Zugbindung. Wer also den Aufenthalt in der Mozartstadt für den Umstieg in den Fernbus – ca. 50 Minuten mit denen man nichts anfangen kann – ausdehnen will, kann das tun. Wem die Abfahrtszeiten des Fernbusses nicht passen, weil er einfach noch länger in Salzburg bleiben will, der kann sich ein Bayern-Ticket gönnen. (Wie ihr Mitfahrer findet, damit das Ticket günstiger wird, das haben wir bereits hier verraten.)

Wie wir auch mit diesem Post zeigen wollten, Wien ist wirklich immer eine Reise wert! Und der Abstecher muss auch gar nicht viel kosten 😉

 


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