Streetart-Tour durch München: Wie auf einem anderen Kontinent

Sieht das noch nach München aus? Fast schon eher wie auf einem anderen Kontintent! Aber das ist das alte Viehhofareal, das von Streetart nur so strotzt. (Foto: Winderl)

Im Musical Fack Ju Göthe habe ich gelernt, was ein „Wholetrain“ ist… Bei der Streetart-Tour am nächsten Tag mit Martin Arz dann, dass in München 1985 der erste europäische Wholetrain gesprüht wurde.

München ist zwar nicht DIE Metropole der urbanen Kunst, aber schon die „Weiße Rose“ habe Wände benutzt, um den Widerstand zu kommunizieren, wie Martin Arz in seinem Buch Munich Walls: Urban Art auf Münchens Wänden* aufklärt. Street Art ist eben auch ein Medium des (politischen) Protests. Und ein entscheidendes Argument für alle ISARSPARER, Street-Art-Fans zu werden, liefert er gleich mit: „Wer alte Meister oder zeitgenössische Größen sehen will, muss dafür zahlen. Ganz anders die Street Art: Sie ist kostenlos sichtbar für jeden (…).“

Martin Arz dokumentiert die Münchner Streetart weiter, obwohl er bereits ein Buch darüber geschrieben hat. (Foto: Winderl)

Und gerade das macht Street Art für Martin Arz auch so spannend, eben weil sie für jeden zugänglich ist, kann sie auch jederzeit übermalt oder entfernt werden. In seinem Buch hat er einige besondere Motive aus den Jahren 2010 bis 2012 dokumentiert. Aber auch während unserer Streetart-Safari ist die Kamera immer griffbereit und Martin entdeckt sogar eine neue Art von Street Art – mit Bügelperlen.

Für die einen ist es Vandalismus, für die anderen ist es Street Art

Gerade wenn es um Schriftzüge (Graffiti Witting oder Style Writing) von Sprayern, meist mit ihrem Namen (sog. Tags) geht, erinnert Graffiti im ersten Moment eher an Vandalismus als an Kunst.

An der Tumblingerstraße darf in München zum Beispiel legal gesprüht werden – so dick ist die Farbschicht bereits. Auch so etwas zeigt Martin Arz während einer Streetart-Safari. (Foto: Winderl)

Mittlerweile gibt es in München einige Flächen, an denen legal gesprüht werden darf. Ein solches Areal ist beispielsweise der alte Viehhof, der irgendwie nicht mehr aussieht als würde sich dieses Areal in München befinden… Nicht einmal mehr in Europa, sondern eher schon auf einem anderen Kontinent! Gerade große Bilder (Pieces) können ohnehin nur legal entstehen, weil diese oft sehr aufwändigen Bilder auch oft zeitlicher Aufwand bedeutet; entlohnt werden die Künstler von der Stadt München für ihre Bilder übrigens meist nicht – manchmal bekommen sie zumindest die Farben zur Verfügung gestellt. Doch nicht nur Graffiti gilt als Street Art. Daneben gibt es auch sog. Stencils, die mit Schablonen angefertigt werden. Urban Knitting oder Cut-Outs, die meisten Sticker finde man im Stadtbild jedoch von den Ultra-Fanclubs der beiden Münchner Fußball-Vereine.

Graffiti transportiert auch politische Botschaften – hier wurde mit Schablonen (sog. Stencils) gearbeitet. (Foto: Winderl)

Die Streetart-Safari mit Martin Arz hat mir so gut gefallen, dass ich sie jedem nur ehrlich empfehlen kann! Es gibt aber auch eine App, mit der man sich selbst auf Streetart-Entdecktungstour begeben kann: Die Streetartcities-App gibt es zur Zeit gratis im Apple App Store (https://itunes.apple.com/app/id1161541872) oder bei Google Play (https://play.google.com/store/apps/details?id=com.streetartcities.map)

Transparenzhinweise: Die Streetart-Safari fand ihm Rahmen einer Pressereise statt, die von Stage Entertainment organisiert wurde. Ich habe gratis an der Tour teilgenommen.

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2 thoughts on “Streetart-Tour durch München: Wie auf einem anderen Kontinent”

  1. Klaus Magerl says:

    Das Halbwissen der Welt vereint in einem Beitrag.

    1. Teresa A. Winderl says:

      … alles kann ich ja nicht verraten – meine Leser sollen ja auch noch das Buch kaufen 😉
      Aber ich muss schon sagen, solch differenzierte Kritik trägt enorm zu Blog-Optimierung bei!

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