Family & Friends: Shopping bei Schustermann und Borenstein für jedermann möglich

Das Kaufhaus Schustermann und Borenstein gleicht sonst einem Hoch-Sicherheitstrakt. Rein geht es nur mit einer Karte. Der Zugang wird streng kontrolliert. Eine solche Berechtigungskarte haben vornehmlich nur Menschen, die selbst ein (Bekleidungs)Geschäft haben.
Derzeit kommen jedoch auch “Normalsterbliche” ohne Kärtchen hinein, jedoch nur in Teilbereiche. Ob sich das “Family & Friends” Shopping lohnt? Die ISARSPARER waren für euch vor Ort und geben euch einen Einblick:

Die gute Nachricht vorweg: Die Anmeldung zum “Family & Friends” Shopping ist ziemlich unkompliziert. Einfach hier registrieren, dann wird einem die “Einladung” zugeschickt – diese dann ausdrucken und fertig.
Jetzt zum dortigen Angebot: Als ich bei Schustermann und Borenstein an der Ingolstädter Straße ankam, ging ich fälschlicherweise ins Hauptgebäude. Ich wusste nicht, dass ich mit meinem ausgedruckten Family-&-Friends-Schein ein “Mensch zweiter Klasse” bin. So fühlte ich mich zumindest, als mich der Herr an der “Schleuse” belächelte und mir erklärte, dass ich zum Sonderverkauf hinter das Gebäude muss.
Also lief ich rechts am Gebäude vorbei, dann links und wieder rechts auf eine alte Industriehalle zu. Der Weg war doch noch relativ weit und die Verkaufslocation machte nicht nur von außen einen schäbigen Eindruck auf mich. Von einem “Schustermann-und-Borenstein-Feeling“ kann jedenfalls keine Rede sein.

Keine ansprechende Warenpräsentation im Sonderverkauf
Der Sonderverkauf von Schustermann und Borenstein findet in einer Industriehalle hinter dem Hauptgebäude an der Ingolstädter Straße statt. Die Warenpräsentation dort ist nicht optimal, die Waren sind vom Umtausch ausgeschlossen.

Der Sonderverkauf von Schustermann und Borenstein findet in einer Industriehalle hinter dem Hauptgebäude an der Ingolstädter Straße statt. Die Warenpräsentation dort ist nicht optimal, die Waren sind vom Umtausch ausgeschlossen.

Auch beim “Family & Friends” Verkauf wird der Zugang kontrolliert. Das soll wohl noch etwas Exklusivität suggerieren. In den ersten Augenblicken dort war ich wirklich geschockt. Ich meine, ich kenne Fabrikverkäufe, aber von einem Sonderverkauf dieses Textil-Händlers mit Tradition hätte ich mir doch mehr als eine schäbige alte Fabrikhalle erwartet, in der die Ware nicht ansprechend präsentiert wird! Und zunächst wurde ich auch nicht so wirklich fündig… Die dort angebotenen Klamotten waren meiner Meinung nach nicht nur Second Season, sondern erinnerten zum Teil an eine Altkleidersammlung.
Freilich, die Preise sind gut. Und zwischendurch hängt auch das ein oder andere schöne Teil, das dann ein wirkliches Schnäppchen ist. So zum Beispiel ein Shirt von Tommy Hilfiger für 5,90 Euro, allein die Farbe sagte mir nicht zu. Und so ging es weiter: Bei den Jeans gab es bspw. in meiner Größe keine wirklich vernünftige zu kaufen.
Ich habe mich dann auf die Tücher konzentriert, die ich auch schon bei “Best Secret” geshoppt habe (dem Online-Shop von Schustermann und Borenstein. Auch hierfür braucht man eine Einladung, die kann aber jeder ausstellen, der dort registriert ist. Ich bin es ;)) So habe ich meine umfangreiche Tücher-Sammlung um einige schöne von Codello erweitert. Rund 15 Euro habe ich bspw. für ein großes schwarzes Tuch mit silbernen Applikationen gezahlt, dessen UVP bei 70 Euro lag.
Auch bei den Schuhen wurde ich nicht fündig. Lange schon bin ich auf der Suche nach Gummistiefeln von Hunter. Und es gab dort tatsächlich ein Paar – leider in Größe 41. Auch wenn der Preis mit 50 Euro unschlagbar gewesen wäre, meine Füße wachsen nicht mehr 😉 Und so musste ich sie zurücklassen.
Ja, so ist das eben bei Sonderverkäufen und Outlets: Oft ist das gewünschte Teil eben nicht mehr in der richtigen Größe und/oder Farbe verfügbar.

Ein Traum wurde wahr: Candy-Bag von Furla für 60 Euro
Ein echtes Schnäppchen - aber mit Makel: Die weiße Leder Candy-Bag von Furla für 60€, aber ohne Schlösschen. Den Codello-Schal gab es für 15€ statt 70€.

Ein echtes Schnäppchen – aber mit Makel: Die weiße Leder Candy-Bag von Furla für 60€, aber ohne Schlösschen. Den Codello-Schal gab es für 15€ statt 70€ im Sonderverkauf von Schustermann und Borenstein.

Aber ein absolutes Wunschteil habe ich ganz durch Zufall gefunden: Eine weiße Candy-Bag von Furla für 60 Euro. Ich war so hin und weg von dieser Tasche, weil ich so eine durchsichtige Tasche in Speedy-Optik schon lange haben wollte, aber für so einen modischen Gag nicht bereit war, über 300 Euro auszugeben. (Auch im Outlet-Village in Ingolstadt habe ich noch kein richtig gutes Angebot entdeckt.) Da stand sie nun in dieser alten Fabrikhalle und natürlich durfte sie mit! Doch wie es so ist bei Verliebten, erst später erkennt man erste Makel… Zu Hause angekommen merkte ich, dass das Schlösschen fehlt.
Zurückgeben kann ich die Tasche nicht, Umtausch ist nämlich im Sonderverkauf nicht möglich. Aber dieser kleine Fehler schmälert meine Freude über dieses Schnäppchen nur etwas. Trotzdem zeigt es die “Verkaufspolitik” im Sonderverkauf: Hier wird einfach alles verramscht! Eine Warenpräsentation findet nicht statt – Taschen, Tücher, Klamotten, alles liegt kreuz und quer. Was zugeben auch etwas an den rumwühlenden Kundenmassen liegt.
Wer sich durch diesen Sonderverkauf gequält hat, hat noch die Option, doch noch einen Eindruck vom “richtigen” Schustermann und Borenstein zu erhaschen: In den Second-Season-Sale darf man nämlich auch mit seinem “Berichtigungsschein”. Und der ist im Hauptgebäude. Das hätte mir der überhebliche Mann an der Schleuse auch mal sagen können. Zum Glück habe ich das noch selbst wo gelesen…

Zugang auch zum “Second Season” Verkauf im Hauptgebäude

Und hier wird der anspruchsvolle Schnäppchenkäufer für die Tortour entschädigt: Die Waren werden ansprechend präsentiert. Die Auswahl ist reichlich. Auch die Preisspanne ist interessant und reicht von Escada, über Betty Barclay, Vero Moda zu Tommy Hilfiger. Es gibt Klamotten und allerhand Accessoires (Schuhe, Handtaschen und auch wieder Tücher ;)) Die Preise sind durchaus interessant. Ein Jäckchen, das bspw. mal über 700 Euro gekostet hätte, ist dort für 180 Euro zu haben. Also im Second Season hat man definitiv nicht den Eindruck, dass man in einem AWO-Warenhaus gelandet wäre!
Fazit: Noch bis 21. Februar findet das Family & Friends Shopping statt. Ich werde in dieser Zeit definitiv noch ein zweites Mal zu Schustermann und Borenstein in die Ingolstädter Straße fahren. Aber dann werde ich mir den Sonderverkauf wohl schenken und gezielt nochmal den Second Season abklappern. Da hatte ich nämlich nach meinem “Schock-Erlebnis” im Sonderverkauf keine Lust mehr. Vielleicht aber gehe ich doch noch kurz rein. Freilich nur zu “Recherche-Zwecke” 😉 Ich konnte nämlich erfragen, dass täglich neue Ware in den Sonderverkauf kommt.
Aber holt euch doch einfach die Einladung und macht euch selbst ein Bild. Wir ISARSPARER würden uns freuen, wenn ihr eure dort gefundenen “Schätze” postet – als Kommentar hier drunter oder auf Facebook.

Interesse an Einladung zu SB-Onlineshop “Best Secret”?

Und wenn ihr Interesse am Online-Shop “Best Secret” habt, wie oben geschrieben – wer dort registriert ist, kann eine Einladung ausstellen… Eine Chance auf eine Karte zum “echten” Schustermann und Bortenstein, dem “Personal- und Überhangsverkauf” scheint hingegen aussichtslos. Auf der Homepage wird das wie folgt begründet: “Einerseits sind unsere Überhänge, die wir zu Großhandelskonditionen veräußern, begrenzt verfügbar, andererseits ist es unser größtes Anliegen den regionalen Handel so weit wie möglich zu schützen.” Aber die “Family & Friends”-Aktion ist eine gute Möglichkeit, einmal hinter die Kulissen blicken zu können. Für mich ging damit wirklich ein lang gehegter Shopping-Traum in Erfüllung!

Alle Infos im Überblick:

Schustermann & Borenstein GmbH: Ingolstädter Strasse 40, 80807 München

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