Eintritt ins NS-Dokuzentrum ab sofort gratis (bis 2020)

Hoffentlich bleibt es jetzt so mit dem gratis Eintritt. Denn jeder sollte sich jederzeit über die NS-Vergangenheit Deutschlands informieren können. Ein Schwerpunkt der Dauerausstellung liegt auf München als so genannter Hauptstadt der Bewegung. (Foto: Winderl)

Als das NS-Dokuzentrum in München neu eröffnet hat, war der Eintritt eine zeitlang gratis. Ich kann mich daran erinnern, dass ich mich damals mit den Aufsichten unterhalten habe und die meinten, dass noch überlegt werde, ob das künftig auf Dauer der Fall sein werde. Das war es nicht! Was ich nicht nur als ISARSPARERIN, sondern insbesondere als Historikerin sehr bedauerte.

Deswegen habe ich immer, wenn es gratis Eintritt gab – zum Beispiel im Vorfeld der Europawahl – darauf aufmerksam gemacht. Ich bin nämlich der Meinung, dass man sich gratis jederzeit über die braune Vergangenheit Deutschlands und Münchens im Besonderen informieren können sollte. Ein Schwerpunkt in der Dauerausstellung wird auch gerade auf den Aspekt von München als so genannter Hauptstadt der Bewegung gelegt. (Was einem im NS-Dokumentationszentrum erwartet, das habe ich ausführlich schon hier beschrieben).

Von daher freue ich mich riesig, dass ich nun vermelden kann, dass der Eintritt künftig gratis ist (zumindest bis April 2020)! Ich hoffe und bin mir fast sicher, dass man sich nach dieser (hoffentlich letzten) Testphase endgültig für einen dauerhaften gratis Eintritt entscheiden wird.

Während Testphase gibt’s auch gratis Führungen

Toll finde ich auch, dass in dieser Zeit auch Führungen gratis sind. So gibt es beispielsweise jeden Sonntag um 11 Uhr einen öffentlichen, 90-minütigen Rundgang durch die Ausstellung. (Diese Auskunft wie immer ohne Gewehr! Überprüft bitte vorher, ob der Rundgang auch wirklich stattfindet direkt bei den Veranstaltungen auf der Homepage des NS-Dokuzentrums!)

An dieser Stelle weise ich gerne nochmals auf die vielen guten gratis Angebote hin, die es im NS-Dokuzentrum schon während der Phase mit Eintritt gab. Darüber habe ich hier schon gebloggt.

Also, wer noch nicht dort war… Jetzt gibt’s keine Ausreden mehr! Auf zum Max-Mannheimer-Platz! Die Anschrift hat sich seit der Eröffnung im Jahr 2015 ja auch geändert und gedenkt damit diesem Holocaust-Überlebenden, der als Zeitzeuge so wertvolle und großartige Versöhnungsarbeit geleistet hat!

NS-Dokumentationszentrum München
Max-Mannheimer-Platz 1, 80333 München
Öffnungszeiten: Dienstag – Sonntag 10 – 19 Uhr
www.ns-dokumentationszentrum-muenchen.de

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